Was wir bei der Ernährung vom Steinzeitmenschen lernen können

Hola meine Lieben,

im letzten Blog habe ich über den Säure-Basen-Haushalt geschrieben, was dabei im Körper passiert, wie man sich testen kann, was die Ursachen sind. Eine Ursache ist schlechte Ernährung, unsere zivilisationsbedingte Schlechtkost.

Warum zivilisationsbedingt?

Ziemlich weit in der Zeitrechnung zurück, war die wichtigste Aufgabe des Tages, Nahrung zu suchen. Dazu musste man sich erst einmal bewegen. Die Steinzeitmenschen konnten nicht wie wir morgens an den Kühlschrank gehen und sich ihr Frühstück herausnehmen. Ein Steinzeitmensch lief am Tag ca. 25 km, um ausreichend Nahrung zu finden. Heute belegen Statistiken, dass der Durchschnittsmensch sich am Tag nur 600 m bewegt. Und dabei essen wir wesentlich mehr…

Steinzeitmensch…
…mehr Bewegung bei weniger Essen
…viel Rohkost, Wurzeln, Blätter, Früchte
…auch mal Fleisch, eher selten
…reines Wasser
…selten gekochtes Essen alles roh

Der Mensch heute…
…mehr Essen, bei weniger Bewegung
…Fast Food, abgepackte, denaturierte, tote Nahrungsmittel
…fast täglich Fleisch und Fisch
…Limonaden, Cola, behandelte Wasser
…das Essen wird fast immer gekocht, erhitzt

Ich weiß, nun leben wir ja nicht mehr in der Steinzeit, trotzdem sollten wir dringend über unsere Essgewohnheiten nachdenken.

Patrick Heizmann sagt immer so schön: „Wir haben kein Wissensproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem.“ Womit er absolut recht hat.

Wir wissen alle, wie eine gesunde Ernährung heute auszusehen hat:

  • mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse
  • weniger Fleisch und Fisch, aber dafür in guter Qualität
  • gerne Eier, von glücklichen Hühnern
  • Gemüse, als Hauptmahlzeit oder auch als Beilage
  • mindestens 2 Liter Wasser am Tag
  • Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte
  • gute Öle wie Oliven-, Kokos-, Walnuss- oder Leinöl

Jetzt mal ehrlich, wer ernährt sich genau so? Es sieht ja oft schon bei 5 Portionen Obst und Gemüse traurig aus, oder?

Die Umsetzung fällt uns so schwer, weil wir ständig ungesundes Essen vor der Nase haben. Ich denke jetzt gerade speziell an Zucker. Haben Sie schon einmal versucht, den raffinierten, weißen Haushaltszucker wegzulassen? Wer die Erfahrung schon gemacht hat, der weiß, dass damit oft Kopfschmerzen, schlechte Laune und Hipe auf Süßes einhergehen.

Das sind Entzugserscheinungen! Wir sind Zuckerjunkies, Zucker ist die Volksdroge Nummer 1.
Zucker ist an allen Stoffwechselprozessen negativ beteiligt, ein absoluter Vitamin-B-Räuber.
Wenn Zucker nochmal als Lebensmittel zugelassen werden müsste, würde er diese Zulassung niemals mehr bekommen. Er gehört in die Apotheke hinter Verschluss, mit dem Totenkopfzeichen drauf.

Mitdenken beim Lebensmitteleinkauf

Achten Sie im Supermarkt mal genau auf die verschiedene Käse und Wurstsorten, die Auswahl ist riesengroß. Viele werden industriell hergestellt in Massenproduktion, mit chemischen Zusatzstoffen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen, billigen Füllstoffen und Bindemittel. Ich denke, wir wollen gar nicht wissen, was da alles reinkommt.

Aber wir essen solche Produkte, jeden Tag wird Wurst abgepackt und eingeschweißte Wurst gekauft, 10 Scheiben für 1,50 oder 2 €
Gleiches gilt für analogen Käse, auch das möchte man eigentlich nicht wissen, was da drin ist. Lassen Sie mal einen solchen Scheibenkäse etwas länger in der Mikrowelle und schauen Sie, was passiert.

Mozzarella beispielsweise ist in der Herstellung sehr aufwendig, trotzdem kann man ihn im Supermarkt für 2,50 € kaufen, mal ehrlich….

Wir wissen dies alles, sind aber zu bequem, um etwas zu ändern. Jeder sagt, sein Kind über alles zu lieben, was ich auch uneingeschränkt glaube. Aber warum geben wir unseren Kindern dann Säfte und Milch aus Tertrapacks mit Aluminiumbeschichtung? Muffins, Donuts aus industrieller Herstellung in Plastik verpackt? Limonaden mit Aspartam als Süßungsmittel?

Lernen wir wieder, unser Gehirn zu gebrauchen und denken nach, bevor wir etwas einkaufen.

Das ist ein Lernprozess und erfordert etwas Übung und vor allem Wiederholung, um es zur Gewohnheit werden zu lassen.

Fangen wir gleich damit an:

  • am besten gutes Obst aus einheimischen Anbau essen, möglichst ohne viel mechanische Verarbeitung (mixen, pürieren, kochen etc.)
  • täglich Gemüse als Hauptmahlzeit oder auch als Beilage (gerne auch tiefgefroren) einplanen
  • Fleisch oder Fisch nur max. 2 Mal/Woche und dann gute Qualität (bitte nicht abgepackt aus dem Supermarkt)
  • gerne täglich ein Ei oder auch zwei; bitte von freilaufenden, glücklichen Hühnern. Quark und guter Käse können auch auf dem täglichen Speiseplan stehen
  • das gleiche gilt für Nüsse, Samen, Keimlinge, Bohnen, Linsen etc.
  • Brot möglichst selbst gebacken oder vom Bäcker des Vertrauens aus gutem Mehl und ohne Konservierungs- oder Farbstoffe kaufen
  • Gute Öle verwenden: Kokosöl kann auch super zum Braten benutzt werden; Olivenöl, Leinöl oder Walnussöl sollten in einer ausgewogenen Küche nicht fehlen
  • gerne Butter oder Frischkäse genießen
  • täglich mindestens 2 Liter lebendiges Wasser trinken, am besten ohne Kohlensäure und mit wenig Mineralien

Wichtig: Die Mahlzeiten möglichst immer in Ruhe und entspannt zu sich nehmen. Dankbar sein für das Essen. Es ist zudem ratsam, vor dem Essen kleine Rituale wie Hände waschen einzuführen und den Ort, wo gegessen wird, schön herzurichten.

Nach einer Hauptmahlzeit kann man gerne etwas ruhen, am besten auf der linken Seite; ratsam ist es auch, ein wenig spazieren zu gehen… beides ist angenehm und gut für die Verdauung.

Für mehr Infos zu diesem Thema  oder bei konkreten Fragen können Sie mich gerne unter lebensenergiecp@hotmail.de kontaktieren, ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Dann kann ich nur noch einen guten Appetit wünschen 🙂

Herzlichst,

Ihre Cathrin Pöhlmann