„freier Willen und freie Entscheidung“

Gedanken zur Quarantäne 2020/ Teil 2

Seit dem 16. März, dem ersten Tag der Ausgangssperre hier in Spanien, sind nun schon 11 Wochen vergangen, fast 3 Monate.

Die ersten 2 Monate hatte ich ja schon beschrieben, erst Unglauben, dann Schockstarre und danach das Erwachen.

Langsam kam ich zurück in meine Kraft, mein Vertrauen, dass alles gut wird. Sehr geholfen hat mir der 3 Band: „Im Lichte der Wahrheit“ von  Ard – Ru – Shin. Es geht in diesen 3 Bänden, um die göttlichen Schöpfungsgesetze oder auch die universellen Lebensgesetze.

Wir hatten zu diesem Zeitpunkt immer noch die strikte Ausgangssperre oder auch „Stubenarrest“. Für mich insofern eine Herausforderung, weil ich täglich in der Natur und draußen war. Was für ein Glück, dass ich eine so schöne Wohnung habe, mit Terrasse und kleinem Garten.

Ich begann mich neu zu organisieren, runter vom Sofa und ran an den Speck. Ja, das ist kein Witz. Gefühlt hatte ich 10 Kilo zugenommen. Jeden Morgen begann ich in der Wohnanlage 30 min meine Runden zu drehen, zum Sonnenaufgang, da war noch niemand unterwegs, wegen dem Kontaktverbot. Danach habe ich in meinem Garten ein kleines Workout absolviert im zweitägigen Wechsel. Einmal straffes Workout für den ganzen Körper und am nächsten Tag ein Mix aus Yoga und Tai Chi. Was einem alles so einfällt, wenn man Zeit hat und nicht raus kann. Ich war selbst von mir überrascht.  Ich werde auf jeden Fall diese neuen Ideen in mein Programm aufnehmen.

Lesen war mir eine wunderbare Abwechslung. Ich liebe Bücher und ich habe es genossen, auf meiner Terrasse, meiner Schaukel zu sitzen, vor meinen Augen das Grün von meinem Garten, dazu eine Tasse Tee und die Vögel mit ihrem Sing Sang.

Dank einer lieben Freundin, die ich im Gran Vista kennenlernen durfte, Doris aus der Schweiz, wurde die erste online Fastenkur ins Leben gerufen. Doris hatte schon an der Reinigungs Challange teilgenommen und sie fragte mich, ob ich auch Fastenkuren anbiete. Da hätte sie echt Bock drauf. Ich musste leider passen, hatte ich doch selbst noch nie eine Fastenkur für mich gemacht. Es gab für mich immer genügend Gründe, Ausreden, es nicht zu tun.

Da fällt mir gerade ein schöner Spruch ein, der genau beschreibt, was ich meine:

„Wenn du etwas nicht willst findest du Gründe, aber wenn du etwas willst, findest du Wege.“

Dieses Mal habe ich einen Weg gefunden. Mir fiel sofort Grit ein, sie ist medizinisch geprüfte Fastenleiterin, mit 14-jähriger Erfahrung in einer deutschen Klinik für integrative Medizin und Naturheilverfahren in Bad Elster. Wir kennen uns schon sehr lange. Vor 26 Jahren sind wir mit unserem Team Vize Sachsen Meister in der Team Aerobic geworden. Das darf hier schon mal erwähnt werden. Nach einem kurzen Telefonat mit Grit, stand der Termin fest.

Start am 24. April zu meiner und unserer ersten online Fastenkur. Ich war „mega“ gespannt und hatte richtig Lust. Auch hier steckt wieder soviel Weisheit drin.

Alles kommt zur richtigen Zeit zu dir. Wenn der Schüler bereit ist, dann kommt der Meister.

Wir waren 7 Teilnehmer mit mir, alle haben die Kur super durchgehalten. Mir persönlich hat es sehr geholfen, noch mehr loszulassen, zu entspannen, mehr bei mir zu sein. Es hätte keinen besseren Zeitpunkt geben können. Mir fiel auf, dass ich weniger Schlaf brauchte, ich war insgesamt auch klarer im Kopf, einfach frisch und fit. Nebenbei purzelten auch ein paar Pfunde, was nach dem langen Stubenarrest sehr gelegen kam.

Genau am ersten Aufbautag, am 04. Mai, gab es die ersten Lockerungen der Quarantäne für die Erwachsenen. Von 6 Uhr bis 10 Uhr und von     20 Uhr bis 23 Uhr durften wir raus zum Sporteln. Für mich ein großartiges Erlebnis, neben dem ersten Essen nach 5 Tagen fasten, durfte ich den Sonnenaufgang am Strand erleben, nach 7 Wochen  „bleib zu Hause“.

Nun ist schon wieder ein Monat vergangen, es gibt mittlerweile mehr Lockerungen und ich war auch schon wieder in den Bergen und im Meer. Die Fastenkur habe ich genutzt, um auf Fleisch gänzlich zu verzichten, ebenso auf weißen Haushaltszucker und Kuhmilch. Mit dem Intervallfasten von Montag bis Freitag komme ich gut zu recht. Ich habe wieder meinen Rhythmus gefunden, worüber ich sehr froh bin.

Trotz der immer noch etwas unwirklichen Situation und der Ungewissheit, wie geht es weiter, bin ich zuversichtlich, dass es einen guten Weg in die Zukunft gibt. Ich denke jeder darf jetzt seinen eigenen Weg finden, darf herausfinden, was ihn glücklich macht, was seine Berufung ist.

Berufung ist, wenn du das tust, was dir Spaß macht und dich nährt.

Lernen wir aus dieser Krise, neben vielen Sachen, dass auch in einer Krise jeder den freien Willen hat, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Sei es nur, sich zu entscheiden, das Positive für sich wahrzunehmen. Daraus ergibt sich gleichzeitig, nach dem Gesetz der Anziehung, dass das Positive angezogen wird:

Was Aufmerksamkeit bekommt wächst.

Das auch mal negative Gedanken kommen ist normal, wir sind Menschen, aber durch den freien Willen kann jederzeit anders entschieden werden.

Solche Momente gab es auch bei mir, ich habe mich dann daran orientiert, was ich denn alles zur Verfügung habe, wofür ich danke sagen darf. Meine Gedanken habe ich dann immer wieder ausgerichtet, auf Dinge, die mir Spaß machen, auf mein Potential, meine Gaben und Talente.

Wichtig für mich und letztlich ausschlaggebend, war die Lockerung jetzt zu Phase 2, wonach wir auch wieder in die Natur und somit außerhalb unserer Gemeinde gehen dürfen.

Ich kann nur jedem empfehlen, sooft wie möglich raus in die Natur zu gehen. In der Natur ist alles „natürlich“, also nicht vom Menschen gemacht. Durch ihre natürliche Energie wirkt sie automatisch beruhigend auf uns und unseren Geist, weil wir auch natürlich sind. Wir können sofort in Resonanz gehen und energetisch wird in unserem Körper die Ordnung wieder hergestellt. Deshalb fühlt es sich so stimmig an, wenn wir in der Natur sind, weil es einfach „stimmt“.

Ich möchte vom letzten Mal, die Visualisierung unserer zukünftigen, neuen Welt und das Gesetz: „was du säst, wirst du ernten“ nochmal herholen.

„Jetzt stellt euch mal vor, wir würden folgendes säen: eine Welt in Frieden, Harmonie. Eine Welt ohne Grenzen, alle Menschen leben auf dieser Erde in Frieden und gegenseitigem Respekt miteinander. Jeder lebt seine Berufung und gibt so seinen Beitrag zum großen Ganzen. Wir genießen alle, gesunde Nahrungsmittel, sauberes Wasser und nutzen saubere Energie. Alle technischen Errungenschaften setzten wir zum Wohle der Menschen und der Erde, der Natur ein. Wir arbeiten weniger und haben mehr Zeit zum Leben, für uns, die Familie, Freunde und unsere Hobbys. Stellt euch vor, wir arbeiten gar nicht, weil das, was wir tun, was jeder Einzelne tut, seine Berufung ist, was bedeutet, dass er es gerne macht, es ist quasi sein Hobby.“

Wenn das mit der Auszeit, die wir uns kollektiv gewünscht haben, funktioniert hat, dann stellt euch mal vor, wenn wir alle diese neue Welt jeden Tag visualisieren und diese Energie ans Universum geben.

In diesem Sinne, bleibt positiv, in eurer Kraft, in eurer Mitte und lasst euer inneres Licht erstrahlen!

Eine herzliche Umarmung von Mallorca

Eure Cathrin

Gerne könnt ihr mir eure Erfahrungen in dieser Zeit mitteilen.

  2 comments for “„freier Willen und freie Entscheidung“

  1. 6. Juni 2020 at 7:21

    Liebe Cathi das hast du bestens auf den Punkt gebracht, danke. Genauso sehe ich das, spüre ich das. Es ist jedoch der Mut und die Bereitschaft und das Erkennen, was du beschrieben hast, notwendig. Das ist ein Weg der jetzt erst bei Einigen begonnen hat.
    Ich bin da auch voll drin, danke!

    • Cathrin
      6. Juni 2020 at 15:52

      Hola liebe Kerstin, danke für deinen Kommentar. Ja, wir sind in der Transformation, dem großen Erwachen. Jeder darf in seinem Tempo gehen und in seinem Tempo die geschlossenen Augen öffnen. Wir alle sind auf dem Weg. Es darf etwas Neues , Gutes entstehen. Liebe Grüße Cathrin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.