Du erntest, was du säst!

Teil 1

Gedanken zur Quarantäne 2020

Heute vor 9 Wochen begann hier bei uns in Spanien der Alarmzustand, kurz Ausgangssperre.

Es kam mir so unwirklich vor, einfach unvorstellbar. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch gearbeitet, das Hotel war noch geöffnet. Es war aber klar, dass bis zum 20.03. also Donnerstag, alle Gäste abreisen werden. Von meinem Direktor erhielt ich eine Bestätigung, dass ich im Hotel arbeite und somit auch berechtigt bin, außer Haus zu gehen. Mir war die ganze Tragweite, dieser Maßnahme überhaupt nicht bewusst. Tatsächlich wurde ich auch einmal kontrolliert, das fühlte sich schon komisch an.

Die erste Woche kam ich gut zurecht. Ich hatte viel vor, wollte einiges in der Wohnung machen, aufräumen, ausmisten… na und auch sporteln, hatte ich doch auch ein Spinning Bike mit nach Hause genommen. Ich war gut drauf, hatte gute Energie, in der Voraussicht, dass am 29.03. alles wieder aufgehoben werde. In der zweiten Woche des Alarmzustandes zeichnete es sich aber schon ab, dass es eine Verlängerung geben wird.

Jetzt kam meine Schockstarre. Die Erkenntnis, dass hier gerade etwas ganz Großes, unglaubliches passierte. Zu Anfang konnte ich mir nicht erklären, warum ich plötzlich so müde und antriebslos war.

Morgens hatte ich keine Lust aufzustehen und am Nachmittag kam ich vom Sofa nicht weg. Diese Starre hielt ca. 2 Wochen an, bis zur nächsten Verlängerung. Was passiert hier gerade?

Was, wenn wir diese Auszeit nutzen sollten, um aus dem Hamsterrad auszusteigen. Uns bewusst zu werden, wie ein Leben aussehen kann, ohne diesen ganzen Stress. Was ich sah war, dass jetzt viele auf YouTube und anderen Medien aktiv wurden, um genau da weiter zu machen, wo sie aufgehört hatten. Ich in den ersten 2 Wochen auch, mit der Reinigungs Challange. Aber, war das nicht genau da weiter zu machen, wo wir aufgehört hatten, nur über ein anderes Medium?

Ich begann die Zeit zu nutzen, um zu mir zu kommen. In der Stille konnte ich in mich hinein lauschen.

Was will ich? Wie soll es weiter gehen? Ist das die Transformation, wovon viele spirituelle Lehrer sprachen? Wenn ja, wo transformieren wir hin? Was bedeutet das für jeden einzelnen? Was hat das für Auswirkungen auf die Erde, die Menschheit? Wenn die universellen Lebensgesetze stimmen, und das tun sie, was bedeutet dann diese momentane Situation: „wir bleiben zuhause?“

Mir kam da so eine Idee. Für mich konnte ich feststellen, dass ich die ersten 2 Wochen quasi im Schockzustand war. Wie bei einem Unfall, eine Schutzreaktion. Man nimmt die Realität nur eingeschränkt war. Die nächsten 4 Wochen war ich auf Entzug. Entzug von der Droge Stress. Es war ein kalter Entzug, deshalb auch die Symptome wie ständig müde, antriebslos und lustlos. Und dann?

Ein universelles Lebensgesetz oder göttliches Schöpfungsgesetz besagt:

“Was du säst, wirst du ernten!“ oder „Was du aussendest, kommt zu dir zurück!“ oder „Was Aufmerksamkeit bekommt, wächst!“

Was habe ich ausgesendet, gesät, dass ich genau das bekommen habe?

Und da war es.

Schon letztes Jahr hatte ich mir gewünscht, einmal eine längere Auszeit zu haben. Weg von allem, am Besten auf eine Reha Kur zu gehen, so 6 Wochen von allem weg. Ich, nur mit mir. An einem schönen Ort, mit Yoga, Tai-Chi, wo ich teilnehmen kann. Ich Anwendungen bekomme… quasi rundum Verwöhnprogramm… ich darf genießen und andere machen etwas mit mir und nicht umgekehrt. Ich hatte so eine Sehnsucht danach, einmal nicht der Macher zu sein. Gerade auch nach den super anstrengen Monaten November und Dezember.

Diese Auszeit jetzt, der Alarmzustand, Stubenarrest, ist meine Reha Kur. Aber warum betrifft es nicht nur mich? Warum betrifft es alle, auf der ganzen Welt? Kann es sein, dass wir an einem Punkt angekommen sind, wo die Sehnsucht der Menschen nach mehr Leben und weniger funktionieren, so stark geworden ist, dass nach den Gesetzen des Universums, jetzt genau das passiert ist.

In den vielen Gesprächen, die ich mit Menschen geführt habe, während des Coachings, den Wanderungen, in Gesprächen nach den Kursen, aber auch in meinem privaten Umfeld, kam immer wieder eines an die Oberfläche: die Sehnsucht nach mehr Ruhe, mehr Lebensqualität.

Wie viele Menschen habe ich kennengelernt, die einen Burnout gut überstanden hatten und als Konsequenz jetzt weniger arbeiten. Genau so viele trugen sich mit dem Gedanken, nur noch einige Stunden in der Woche zu arbeiten. Ich könnte jetzt noch mehrere Beispiele anbringen. Vielleicht erkennt sich auch der eine oder andere wieder.

Jetzt ergab alles einen Sinn. Die nächste Frage, die sich mir dann stellte:

„Wie soll es jetzt weiter gehen?“

Hm, schwierig, oder? In den vielen Gesprächen und Telefonaten, die ich immer noch habe, ergaben sich 2 Tendenzen.

Die erste: hoffentlich ist dieser Zirkus bald vorbei, damit wir wieder zur Normalität zurückkehren können.

Die zweite: weißt du was, ich will gar nicht mehr zurück. Ich möchte weniger arbeiten und mein Leben mehr genießen.

Aber ehrlich, die zweite Tendenz überwiegt.

Kommen wir nochmal zu den universellen Lebensgesetzen zurück. Ich nenne sie hier so allgemein gültig, weil nicht jeder an Gott glaubt. Was ich herausgefunden habe, ich lese gerade den 3 Band „Im Lichte der Wahrheit“, es ist egal, wie wir sie nennen, sie funktionieren, ob wir daran glauben, oder nicht.

Also zurück zum Gesetz: „was du säst, wirst du ernten“

Jetzt stellt euch mal vor, wir würden folgendes säen: eine Welt in Frieden, Harmonie. Eine Welt ohne Grenzen, alle Menschen leben auf dieser Erde in Frieden und gegenseitigem Respekt miteinander. Jeder lebt seine Berufung und gibt so seinen Beitrag zum großen Ganzen. Wir genießen alle, gesunde Nahrungsmittel, sauberes Wasser und nutzen saubere Energie. Alle technischen Errungenschaften setzten wir zum Wohle der Menschen und der Erde, der Natur ein. Wir arbeiten weniger und haben mehr Zeit zum Leben, für uns, die Familie, Freunde und unsere Hobbys. Stellt euch vor, wir arbeiten gar nicht, weil das, was wir tun, was jeder Einzelne tut, seine Berufung ist, was bedeutet, dass er es gerne macht, es ist quasi sein Hobby.

Ich könnte jetzt noch viel mehr dazu schreiben. Ich denke, ihr habt mich verstanden.

Kannst du dir das vorstellen? Wenn du diese Zeilen liest, diesen letzten Absatz, was macht das mit dir? Welche Empfindung hast du dabei?

Wir erleben gerade jetzt eine besondere Zeit. Es wird Veränderungen geben. Ich glaube, dass jeder von uns etwas dazu beitragen kann. Es gehen gerade viele Menschen auf die Straße. Viele sind gegen etwas, aber auch viele für etwas. Aber es ist wie mit den universellen Gesetzen. Erinnert euch:

Was Aufmerksamkeit bekommt, wächst.

Wenn du nicht weißt, wo du hinwillst, woher sollst du wissen, welchen Weg du nehmen sollst. Du kannst nur die richtige Richtung wählen, wenn du weißt, wo du hinwillst. Also solltest du dir Gedanken machen, wo du hinwillst, was du möchtest, was du willst.

Gedanken werden zu Worten, Worte zu Taten und Taten zu Gewohnheiten.

Jetzt stellt euch vor, jeder visualisiert sich seine Welt, wie sie sein sollte in seinen Gedanken. Jeden Tag, am besten mehrmals. Was meint ihr, was könnte schlimmstenfalls passieren?

An dieser Stelle für heute erst einmal genug. An dieser Stelle geht es nächste Woche weiter, wenn ihr wollt. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Empfindungen, Gedanken und Ideen mitteilt.

Ich wünsche euch eine schöne Woche. Bleibt in eurer Mitte, in eurer Energie und gesund.

Wie immer herzlichst eure Cathrin